Fletschhorn, Saas-Fee

Wohin geht man essen wenn man die Skiferien in Saas-Fee verbringt? An einen Abend sollte man sich kulinarisch so richtig verwöhnen lassen und ins Fletschhorn pilgern! Da kocht der Österreicher Markus Neff umgeben von einem wunderschönen Bergpanorama in einem schönen und gemütlichen Restaurant. Neff und seine beiden langjährigen Partner Maren Müller und Charlie Neumüller haben das Restaurant und Hotel vor ein paar Jahren übernommen. Dem Guide Michelin ist die Küchenleistung 1 Stern wert der Gault-Millau geht sogar einen Schritt weitert und vergibt 18 Punkte. Zu Recht?

Der erste Eindruck passt, denn pünktlich zur vereinbarten Zeit wartet vor unserem Hotel das Elektro-Shuttle welches uns ins 3 km entfernte Fletschhorn fährt. Die Fahrt durch den Wald hat etwas mystisches und wenn der Weg nicht so matschig wäre würde man ihn am liebsten zu Fuss zurück legen. Zumindest den Weg zum Restaurant – mehr dazu später…

Der Empfang im Fletschhorn war herzlich, gleich schüttelte man uns die Hand und begleitet uns an den Tisch. In der Mitte des Restaurant steht eine grosse Vase welche die wunderschönen Orchideen umhüllt. Das Unikat Jerôme Hintermann begrüsst uns. Er ist neben Patron Charlie Neumüller für die Gäste zuständig, nimmt die Bestellungen auf, entkorkt Weine in Sekundenschnelle und hat viel Charme und Humor. Jeder Andere würde nerven, durch seine Natürlichkeit und Dank seinem grossen Wissen über Weine gehört der 26 jährige zu den Besonderheiten dieses Restaurants.

Zur Auswahl stehen zwei Menüs Fisch/Fleisch oder nur Fisch in 6 Gängen (175 Franken) oder 9 Gängen (205 Franken). Auch hier, Menüanpassungen sind kein Problem und so serviert man uns statt der Entenleber ein Bison-Tartar. Doch alles der Reihe nach. Denn zuerst starteten wir mit dem Amuse Bouche, ein Spargelsüppchen und Frühlingsrolle. Der März ist für den Koch nicht sehr einfach. Man hat vom ganzen Wintergemüse genug, die ersten Frühlingstage sind da, doch auf das Saisongemüse muss man noch ein paar Tage oder sogar Wochen warten. Auch wenn es für Spargeln noch ein bisschen zu früh ist und in ein paar Wochen die selbe Suppe wohl intensiver schmecken wird, habe ich den Frühlingsgruss – inkl. knuspriger Frühlingsrolle genossen.

Zum Amuse Bouche wurde auch der erste Wein vorgestellt. Die Weinbegleitung war neben dem Essen das grosses Highlight. Zu jedem Gang wurde ein anderer Wein serviert. Hintermann schlug vor, die Auswahl auf Walliser Weine zu beschränken und dabei darf man ihm blind vertrauen. Jeder Wein war eine Wucht!

Der erste Gang wurde serviert. Wie erwähnt erhielt ich das Bison Tartar. Eine Stunde vorher hätte ich mir nicht vorstellen können in einem 18 Punkte Restaurant auf dem Teller ein Essiggürklein und ein Silberzwiebelchen zu finden, doch genau das lag (neben anderem) nun vor mir auf dem Teller. Überrascht war ich schon, aber das gehört nun mal zu einem Tartar. Das zum rohen Fleisch gereichte Brot war zwar zu hart, umso besser schmeckte jedoch das frische Brot welches zum Beginn des Services auf unseren Tisch gestellt wurde!

Das Tartar schmeckte sehr gut, dennoch starrte ich eifersüchtig auf den Teller meiner Freundin: gebeizter Lachs, Kartoffelmousse und Kaviar! Zum Glück durfte ich auch ein paar schwarze Perlen geniessen.

Im zweiten Gang wurde meiner Freundin noch ein Highlight serviert: Gedämpfte Langustine in seinem Sud mit Walliser Marc de Gewürztraminer – genial. An das Niveau kommte mein Hummer im gleichen Sud nicht ganz heran.

Serviert wurde mir nun “Auf der Haut gebratene Rotbarbe auf rahmigem Champagnersauerkraut”. Der Fisch war schlicht perfekt, die Kruste entsprechend knusprig. Auch das Sauerkraut überzeugte sehr.

Als nächstes erreichten mich die ersten Morcheln in dieser Saison. Diese lagen unter, mit Geflügel gefüllten, Ravioli. Auch dieser Gang schmeckte sehr gut. Mein vis à vis erhielt eine grosse Ravioli gefüllt mit Jakobsmuschel und dazu eine perfekt (!) gebratene Jakobsmuschel.

Im Hauptgang gab es für mich ein paar Streifen vom Piomonter Rind aus dem Entlebuch – super zart, super fein. Dazu sein Knochenmark sowie Gemüse (noch einmal eine Spargel). Die Portion hätte zwar noch ein bisschen grösser sein dürfen, aber das Gefühl hat man wohl bei allem das so gut schmeckt.

Als Pré-Dessert gab es eine tolle Crème brûlée und zum Dessert ein Tonkaboneneis mit gebratenen Babybananen. Ein wirklich gelungener Abschluss.

6 Gänge + Amuse Bouche = 7 Glas Wein + Apéro so viel zum Thema “nach Hause laufen”. Ich war froh, dass wir ins Elektroauto steigen konnten.

Der Abend war zwar teuer (2 x 6 Gang Menü + 1 x Weinbegleitung kostete 480 Franken und das bei einem vorbildlichen Wasser Preis für 5.50 Franken pro Liter) aber es hat sich absolut gelohnt. Die Gerichte waren zwar nicht innovativ dafür bodenständig und auf einem hohen Niveau. Für mich geht der Michelin Stern in Ordnung, die 18 Punkte von Gault-Millau sind mir aber zu hoch. Klar, die Grundprodukte waren teuer doch für den 18 Punkt war mir das Essen zu einfach.

La Pistache (Hotel Balm), Meggen

Das 5-Gang Menü (91 Franken) war interessant, die à la carte Auswahl noch interessanter. Zum Glück war es überhaupt kein Problem die einzelnen Gänge auszutauschen – top! Also wechselten wir jeden einzelnen Gang und machten so unsere eigene Komposition.

Wir starteten gleich mit dem Highlight des Abends. Das “Tuna-Erdnuss-Sandwich mit Wasabimousse und eingelegtem Ingwer” überzeugte vollends. Der Tunfisch war perfekt gebraten, das Sandwich war knsuprig und die Wasabimousse hatte die perfekte Schärfe. Die Armomen passten perfekt – auch wenn man den Erdnussgeschmack vergebens suchte.

Als Suppe wurde uns eine Pommery-Senfsuppe mit gebratenem Kalbshamburgerli serviert. Auch dieser Gang überzeugte, obwohl wir uns eigentlich einen noch senfigeren Geschmack gewünscht hätten. Das Hamburgerli war eine nette Dreingabe.

Vom Fischgang habe ich mir persönlich viel versprochen “Fisch- und Krustentierpalette an einer Champagnersauce gedünsteter Blattspinat und Petersilienkartoffeln”. Es war aber zu wenig aufregend. Die drei Fische (Hecht, Saibling und Heilbutt) waren zwar gut gebraten doch die Jakobsmuschel war zu gummig. Bei den Krustentieren hätte ich neben dem Scampi nach eine weitere Auswahl erwartet.

Das “Lammkarre in der Ducca-Kruste an einem Kräuterjus Artischockengemüse und Bratkartoffeln” war ein feiner Hauptgang. Das Lamm schmeckte und war Butterzart. Auch super, ein Supplement an Sauce wurde gleich auf den Tisch gestellt und so konnte man die noch zu harten Kartoffeln tunen.

Als Dessert wurde ein “Daquoise mit Basler-Leckerli und italienisches Eis” serviert. Ein gelungener Abschluss.

Leider gewinnt das Restaurant kein Preis in der Kategorie “Gemütlichkeit”. Man gibt sich zwar mit der Dekoration mühe, die Tische stehen jedoch zu nahe beieinander und das Restaurant ist zu schlauch förmig. Deshalb spürt man eine gewisse Art von Hektik. Diese wird noch gefördert indem die Teller zu schnell abgeräumt werden. Kaum hat man das Geschirr auf den Teller gelegt wird es auch schon entfernt. Der Service ist freundliche und unkompliziert – man sollte der jungen Mitarbeiterin aber dringend sagen, dass das Fluchen im Gastraum ein Tabu ist – auch wenn sie sich über die blockierte Abstellfläche ärgert!

Übrigens, wieso wird diese interessante Speisekarte nicht auf die Homepage gestellt?

Rössli, Escholzmatt

Mit Stroh, Heu, Gold, Stein, Ameisensäure und viel mehr kocht Stefan Wiesner in seiner Küche im Rössli in Escholzmatt. Sogar einen sehenswerten DOK Film gibt es über ihn – http://www.youtube.com/watch?v=sn_avooNtBY

Das Restaurant ist aufgegliedert in zwei Teile, das Gourmetrestaurant “Jägerstübli” und die einfachere Gaststube “Chrüter Gänteli”. Wir haben im September 2009 im schönen Jägerstübli reserviert und wurden schon gleich über das Menü-Thema des Abends informiert “Vom Gesang der Bäume”. Zu jedem der 6 oder 7 (Käse) Gänge (es gibt nur dieses eine Menü) ist eine Weinbegleitung erhältlich. Jeder Wein wird mit interessanten Informationen vorgestellt und man kann vor jedem Gang wählen ob man davon keinen, ein viertel-, ein halbes- oder ein ganzes Glas bestellen möchte. Top, so muss es sein!

Doch nicht nur der Wein, sondern auch jeder einzelne Gang wird vom Chef persönlich an jedem einzelnen Tisch vorgestellt. Dabei wird jede einzelne Komponente erklärt und auch die entsprechende Zubereitungsart. Zum Glück gibt es die ganzen Menüerklärungen zum Schluss auf einem Blattpapier um mit nach Hause zu nehmen – denn die einzelnen Gänge sind so komplex, dass man es sich nicht merken kann.

Stefan Wismer erklärte für den ersten Gang, dass die Kalte Gurkensuppe aus Koriandersamen und Limettensaft besteht. Das Ententartar sei mit Wachholderbeerenmelasse mariniert und mit einer Gurke umwickelt. Das Entenbrüstchen geräuchert mit Wacholdernadeln mariniert und mit Gin im Ofen gebraten. Dazu Safran-Sonnenblumenöl, Gurkenschalensauce. Ein Krokant aus Wachholderbeeren, Zucker, Butter und Wachholdernadeln. Eben, der erste Gang, nicht das ganze Menü. Und tatsächlich, man hatte das Gefühl einen ganzen Baum im Mund zu haben, beim verspeisen dieser Suppe.

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Für den zweiten Gang braucht Wiesner die Hilfe der Ameisen. Denn die Quellwasserforelle wurde im Ameisensäuresud gegart. Dazu gab es pürierten Agriakartoffel mit Schweineschwänzchen und Rohschinkenchips an einer Himbeer Acetosauce (1/3 der Erklärung die uns Wiesner gab). Es schmeckte sehr fein. Auch die Mischung zwischen Fisch und Süss funktionierte sehr gut.

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Im dritten Gang gab es die legendäre Wurst, welche in keinem Wiesner-Menü fehlt. Bei uns war sie mit Sommerrehbock und Edelkrebsschwänze aus dem 30 km entfernten Soppensee gefüllt. Dazu gab es ein Glace aus Douglasnadeln. Wurst in einem Gourmet-Menü? Es funktioniert, wenn sie so fein schmecken wie diese hier!

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Jetzt steht der Wein im Mittelpunkt, denn Wiesner kocht den Südtiroler Lagrein Gries Berger-Gei nach. Dazu nimmt er die Aromen aus dem Wein und setzt sie auf dem Teller zusammen. Natürlich kann man nicht am Teller riechen und hat den selben Geschmack wie im Glas. Das Neuzusammenfügen ist aber sehr originell und es schmeckt. So nahm er Aquarello-Risotto mit Lagrein von Berger-Gei Barriquefond und Pfeffer. Laukritzeschaum – danach schmeckt der Wein, Kalkhaltige Schrattensteine, 2-jähriger Alpkäse mit Weinmaische, Heidelbeergelee auf Barriqueholz und Sauche aus dunklen Johannisbeerblättern. Optisch ein sehr schöner Gang (wirkt auf dem Foto leider nicht so) mit feinem Geschmack – aber doch weit weg von einem Highlight.

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Im Hauptgang gab es ein Lammrückenfilet mit Gigotfarce mit Milchzucker-Karamellisierem Selleriepüree und Haselnusslikörsauce. Auch dieser Gang schmeckte blieb aber hinter den ersten Gängen zurück – der letzte Kick fehlte.

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Vor dem Dessert konnte man sich noch spontan für einen Käsegang entscheiden. Da die Portionen eher knapp sind, hate es noch Platz im Magen. Jeder Gast tritt mit seinem Teller vor den Käse-Altar. Dort stellt Stefan Wiesner die 170 Käsesorten (alle aus der Region) vor. Jede Position kennt er auswendig inkl. Alter. Man wählt dann aus und bedient sich noch an den vielen verschiedenen Senf- und Konfisorten – der geräucherte Senf war besonders ausgezeichnet.

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Zum Dessert erreichte uns ein Karotten-Ingwer-Joghurtglace, ein Törtchen aus geröstetem Maismehl gefüllt mit getrocknetem Aprikosenkonfit (!) und ein Praline aus Aprikosenkernenmark und Aprikosendestilat. Ein tolles Desert, vorallem das “Popcorn Törtchen” mit der feinen Glace.

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Wir genossen ein sehr feines Abendessen mit einem sehr guten Service. Ebenfalls genossen wir die Erklärungen von Stefan Wiesner und die Art wie man die Weinbegleitung im Rössli organisiert hat. Das Essen hatte es nach den vielen Vorschusslorbeeren nicht leicht. Klar, es schmeckte uns sehr. Dennoch hatte ich mir mehr davon erhofft. Die vielen einzelnen Spuren, z.B. die Panade von tausendjährigem Lärchenholzkern schmeckte ich nicht raus. In Erinnerung bleibt mir das Dessert, die Wurst und die Senfvariationen zum Käse – doch eher Mager für ein solch grosses Menü.

Thai Garden, Luzern

Der Eingang ist äusserst unspektakulär und total im Kontrast zum restlichen Restaurant. Denn nach dem betreten fühlt man sich wie in Thailand. Nachdem wir die schöne Treppe runtergestiegen waren, wurden wir auch gleich an einen Tisch neben einem künstlichen Wasserfall gebracht. Die Tische stehen sehr eng beieinander, die Mitarbeiterinnen stammen aus Thailand und erledigen ihre Aufgabe zackig. Wir bestellten die “Thai Garden Siamplatte” für zwei Personen (Vorspeisen, Suppe, Hauptgänge 89 Franken) und wie in Thailand üblich, ein kühles Singha Bier.

Wenn man einen gemütlichen, langen kulinarischen Abend verbringen will, ist man hier falsch, denn schon nach wenigen Minuten stand die Vorspeiseplatte auf dem Tisch. Schon von Beginn weg fanden wir auf dem Tisch eine Erdnuss-Sauce eine Süss-Sauer sowie eine Gurken-Sauce. Die zarten Poulet-Satay wanderten in die Erdnuss-Sauce welche göttlich schmeckte. Auch die Crevetten im Reispapier schmeckten genial. In der Kombination mit der Süss-Sauer (ebenfalls genial!) wiegt man sich im Thai-Himmel. Dazu gesellte sich noch das Highlight – die besten Frühlingsrollen die ich je gegessen hatte. Und für einmal waren sie zwar heiss, aber nicht so, dass man sich dabei den Gaumen verbrennt – und nochmals: genial!

Zu dem Zeitpunkt wünschte ich mir, dass es statt dem restlichen Menü einfach noch weitere Vorspeisenplatten geben würde. Da wusste ich aber noch nicht, was unsnoch erwartete… Die Suppe stand auf dem programm: Thom Kha Gai. Woooow, eine Wucht, egal ob ich mich wiederhole – genial! Es wäre eine Sünde diese Suppe nie probiert zu haben. Das einzige Traurige war, dass die Suppenschale keinen Liter fasste und so war auch dieser Suppen-Traum einmal vorbei.

Die Hauptgänge hatten es schwer, gegen diese Vorspeisen anzutreten. Das Schwein Süss-Sauer fiel dann auch ab. Erinnerte in der Art eher an ein Chinarestaurant. Die zweite Vorspeise musste man zuerst von seiner Pandanusblätter-Hülle befreien. Im Innern fand man ein unglaublich gut riechendes und zartes Stück Pouletfleisch – so feines Poulet hatte ich schon lange nicht mehr gegessen. Die dritte Hauptspeise war wiederum eine Offenbarung – Green Curry mit Crevetten, Thai Auberginen und was sonst noch dazu gehört. Das beste Grüne Curry, dass ich je gegessen habe – und ich war im Sommer 14 Tage in Thailand!! Der Service musste deshalb auch vier Mal mit dem Jasmin-Reis antanzen.

Zum Schluss gab es noch eine reife Thai-Mango für 16 Franken. Sie schmeckte tatsächlich wie damals am Strand auch wenn der Preis logischerweise 8 Mal niedriger war.

Das Essen im Thai Garden ist wirklich genial, starke Thai Küche. Auf der Karte befinden sich all die Klassiker, spezielle Sachen sucht man vergebens – aber egal, wenn es so schmeckt. Das Einzige was ich ändern würde wäre beim Service. Ein bisschchen mehr Ruhe und weniger Hektik würde dem wunderschönen Restaurant gut tun.

Kop khun kap!!

p.s. Es ist sehr schade, dass man auf der Homepage der Astoria Restaurants keine Speisekarte findet. Man hat sogar die Anweisung keine Speisekarten per Mail zu versenden!

Schloss Schauenstein, Fürstenau

Im Dezember, direkt nach den vier wöchigen Betriebsferien besuchten wir den Koch des Jahres 2008 / 2010 in seinem wunderschönen Schloss Schauenstein in Fürstenau. Von der freundlichen Mitarbeiterin wurden wir in den ersten Stock begleitet wo man in einer Lounge Platz nimmt und seinen Apéro bestellt. Mit dem Getränk wurden auch gleich die verschiedenen Apéro-Häppchen serviert und stimmten ein auf eine kulinarische Reise durch Andreas Caminadas Küche ein. Die Häppchen: Rindstartar im Corné, Drink vom Apfel und Ruccola, Ochsenschwanzbisque und Königsmmakrele auf Honig überzeugten alle sehr! Dazu besprach man das Menü. Einzig die House Musik im Hintergrund wirkte deplatziert.

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Nach dem letzten Schluck ging es einen Stock tiefer in einer der beiden Restaurant Räume mit je 5 Tische und sogleich servierte man das Amuse Bouche. Wie bei den restlichen Gängen gab es dazu immer ein Thema, zu dem es dann verschiedene kleine Variationen gab. In diesem Fall “Entenleber / Zitrone” und so genossen wir ein feines Entenleber-Eis, eine Entenleberpraline und schmeckt dazwischen den frischen Geschmack von Zitrone.

Der erste Gang wurde serviert “Languste / Curry” auch hier entdeckte man verschiedene Kreationen – jede einzelne schmeckte extrem intensiv und unglaublich gut. Danach stand die Crème brulée von der Kartoffel mit Trüffelschaum und Kalbsfleisch auf dem Programm. Die luftige Kartoffelkreation schmeckte unglaublich gut obwohl ich von einer “Crème brulée” eine leicht knackige Oberfläche erwarte. Der Trüffelschaum schmeckte zudem zu wenig nach Trüffel – aber die Kritik bewegt sich auf sehr hohem Niveau den das Ganze schmeckte trotzdem genial.

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Der nächste Gang war dann optisch und geschmacklich das Highlight des Abends “Jackobsmuschel / Randen”. Die kleine Muschel schmeckte wie erwartet gut, doch die Randenkreationen übertrumpften den Gast aus dem Meer. Noch nie schmeckte ich einen so intensiven Randengeschmack wie an diesem Abend – die Randen Merengues waren dabei eine witzige Interpretation.

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Nach einer genau getimten Pause brachte der professionelle aber auf keinen Fall abgehobene Service den Saibling mit Kürbis und Estragon. Der Fisch war ungemein zart und schmolz fast auf der Zunge. Auch in diesem Gang war der Nebencharakter das Highlight – noch nie schmeckte ich Estragon so intensiv – ein Traum!

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Der “Hauptgang” war wild, eine Taube mit Karotte und Ananas wurde serviert. Für meinen Geschmack war die Taube ein zu starker Kontrast zu den restlichen leichten Gängen.

Das Dessert und die Friandises waren sehr ausgefallen, aber ich glaube hier ist der schwächste Punkt der Küche. Zucker-Lolli mit farbigen Kügelchen und Marshmallows überzeugen halt nicht unbedingt. Auch Caminadas Fruchtgelees sind nicht viel besser als die gekauften.

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Der Chef kam am Ende noch persönlich vorbei und fragte nach dem Rechten – er ist sehr sympathisch und man sitzt fast ehrführchtig da und stellt sich die riesen Arbeit hinter diesem ganzen Menü vor. Der Abend im Schloss Schauenstein war schlicht genial und jeden Rappen der 520 Franken (6 Gang Menü + Amuse Bouche + Apéro Häppchen + Friandises = 194.-)  Rechnung wert. Wir werden die Reise nach Fürstenau auf jeden Fall wiederholen, das muss man unbedingt noch einmal erleben – bis dahin hat Herr Caminada hoffentlich die Hintergrundmusik ausgewechselt.

Schiff, Luzern

Wir assen gestern spontan im Restaurant Schiff, besser gesagt vor dem Restaurant. Dort hat man ein paar Tische und Stühle aufgestellt welche die Laufkundschaft anziehen. Wir wunderten uns weshalb die Kritiker des GaultMillau das Schiff in ihr Buch aufgenommen haben. Wenn ich schreibe, dass der Service auf McDonalds Niveau war ist die eine Beleidigung für die Hamburgerverkäufer. Denn beim Riesen mit dem grossen gelben M habe ich noch nie erlebt, dass die Augen verdreht wurden weil ein Kunde gefragt hat ob er noch Pommes haben dürfe. Doch im Schiff passierte das, weil gefragt wurde ob man zum Pastetli Nudeln haben dürfe.

Die Karte ist nicht nur hässlich aufgemacht sondern auch total langweilig. Grüne Salate, Tomatensuppe usw. Nur nach etwa jedem 10 Eintrag fand man etwas das gluschtig macht. Das bestellte Pastetli und der Flammkuchen waren ok aber das findet man überall sonst auch. Keine schöne Garnitur, nichts spezielles nichts von Herzen.

Abgeräumt wurde etwa 30 Minuten nachdem wir fertig waren, gefragt ob wir einen Kaffee möchten wurde nicht. Einfach schwach!!

Schade, ich war vor etwa 3 Jahren wärend der Wildzeit einmal im Schiff und da hat es mich sehr überzeugt.

Scala (Hotel Montana), Luzern

Vor zwei Wochen war das Luzernfest mit einem grossen Feuerwerk. Und wo lässt sich dieses Highlight am besten und komfortabelsten beobachten? Genau, in einem der schönen Hotels hoch über Luzern, im Montana. Das Restaurant Scala erreicht man von der Stadt aus bequem mit der kürzesten Standseilbahn der Welt. Freundlich wird man an den Tisch gewiesen welcher wegen dem drohenden Gewitter leider nicht auf der schönen Terrasse sonder im Saal stand. Doch auch der Saal ist, dank seiner hohen Decke sehr schön. Leider wurden wir im Vorfeld nicht informiert, dass an diesem Abend, wegen dem Luzernfest „Bankettstimmung“ herrscht und somit alles etwas lauter zu und her geht. Auch zwei grosse Gruppen wurden platziert und deshalb war der Geräuschpegel leider zu hoch und unangenehm – die Melodien des Pianospielers konnte man nur erahnen. Damit die Küche von Johan Breedijk wegen dem vollen Haus entlastet wird, gab es lediglich ein Menü und keine Speisekarte.

Zum Beginn eine kleine Enttäuschung, seit diesem Jahr gibt es im Restaurant keinen Gruss aus der Küche mehr. Die Küche hätte damit unsere 30 Minuten Wartezeit verkürzen können. Denn erst nach einer halben Stunde erreichte uns der erste Gang, “Lamellen von süss-sauerem Kohlrabi mit mariniertem Bachsaibling, Avocado und geräucherten Radieschen”. Der Gang war gut aber zu wenig aromatisch. Lediglich die geräucherten Radisli setzten Akzente. Der Service war für den zweiten Gang dann übereifrig, denn diesmal kam der Teller schon fünf Minuten nachdem man den ersten Teller abräumte – absolut schlechtes Zeitmanagement. Dafür überzeugt das Servierte diesmal. Es gab nämlich ein feines “Risotto mit Pfifferling und Entlebucher Pecorino” – sehr lecker!

Die Begeisterung hat wohl auch der Service erkannt, denn der selbe Gang wurde uns etwas später noch einmal serviert. Wir machten den Service auf den Fehler aufmerksam und entschuldigend nahm man den Risotto wieder mit. Wir freuten und nämlich auf den dritten Gang, ein “Gebratener Zander auf Peperoni – Sauerkraut an Champagnersauce” – der beste Gang des Abends. Der Zander war perfekt gebraten, das Sauerkraut sehr aromatisch, super!

Meine Freundin bestellte den Hauptgang, “Schyzer Kalbsrücken mit Kartoffelmousseline, Sommertrüffel und Gemüsepanaché”, ohne Trüffel. Serviert wurde er dann doch mit. Ich hatte derweil ein anderes Problem, mein Fleisch war dermassen trocken, dass ich daran zu ersticken drohte. Auch die zusätzlich bestellte Sauce (sehr, sehr fein!) brachte nichts, ich musste das Fleisch zurückgeben. Ich erhielt rasch ein anderes Stück. Hier war nur der Rand zäh der Rest des Fleisches war in Ordung.

Jetzt freuten wir uns auf den Käseteller und das Feuerwerk. Doch stattdessen brachte uns der Service das Dessert. Auf den Fehler aufmerksam gemacht dachten wir das was die Mitarbeiterin aussprach „Das darf nicht passieren“. So wurde der Teller abgeräumt und der Käse gebracht. Übrigens auch bei meiner Freundin mit Trüffelöl… Das Feuerwerk genossen wir auf der Terrasse. Nach dem 26 Minuten Spektakel freuten wir uns aufs Dessert “Geeistes, weisses Schokoladen-Törtchen mit Honig-Kirschenwelches” welches uns sehr gut schmeckte, vor allem der nicht angekündigte Vanilleschaum war toll. Eine Mitarbeiterin kam dann noch zu uns und fragte ob sie uns noch etwas Gutes tun könne und offerierte uns einen feinen Dessertwein.

Das war der enttäuschteste Restaurant besuch seit langem. Denn ich habe mich darauf sehr gefreut und auch sehr viel erwartet – zu viel. Vielleicht hätten wir drei Monate vorher nicht bei Fabian Inderbitzin im Gütsch essen dürfen, denn das Essen war dort um Längen besser. Auch das Ambiente, der professionelle Ablauf und die zusätzlichen Gänge (Amuse Bouche, Gruss vom Patiseur, Praliné zum Schluss) verwöhnten uns viel mehr. Die Frage ist jetzt nur ob wir einen schlechten Abend erwischt haben oder ob generell nicht mehr drin liegt. Das Serviceteam war an diesem Abend schlicht überfordert. Dennoch war das gesamte Team sehr freundlich. Man gestand die Fehler sofort ein und korrigierte gleich. Ebenfalls nahm man das Fleisch anstandslos zurück und erkundigte sich danach ob man jetzt zu frieden sei.

Das Restaurant hat die Fehler übrigens auch bemerkt und entschuldigte sich bei uns mit einem Essensgutschein (!!!). Wir waren von diese Geste extrem überrascht und nehmen dankend an. Wir werden das nächste Mal an einem ruhigeren Abend im Scala Restaurant essen gehen und hier nochmals darüber berichten.

Restaurant Strauss – Winterthur

Nach einem anstrengenden Arbeitstag in Winterthur machte ich mich am Abend in der Stadt auf die Suche nach einem guten Restaurant um mich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Gleich mehrere sympathische Restaurants buhlten um meinen Besuch. Anhand der interessanten Speisekarte entschied ich mich für das Restaurant Strauss mit dem gemütlichen Garten. Der nette Service reichte mir die unhandliche Speisekarte. Hätte ich gewusst was mich erwartet, hätte ich gleich das Menü bestellt. Ich entschied mich aber als Vorspeise für eine „Frühlings-Spargel-Sinfonie“ für günstige 22 Franken. Serviert wurde mir ein langer Teller mit vier verschiedenen Spargelkreationen – eine kulinarische Offenbarung! Zum einen gab es ein feines Spargelsüppchen, einen sehr leckeren Gratin und ein Spargel-Mousse mit Safrandeckel. Das Highlight dieses Quartetts war aber eindeutig die Spargel-Crème-Brûlée, einfach genial.

Im Hauptgang entschied ich mich für das „Maispoulardenbrüstchen im knusprigen Speckmantel gefüllt mit crèmiger Mousse aus Mascarpone und Bärlauch“ dazu gab es ein Weissweinrisotto mit gebratenen Spargeln und getrockneten Tomaten (44 Franken). Auch dieser Gang mundete sehr. Ich vermisste lediglich der „knackige“ Speck und die Poulardenbrust hätte ich mir weniger trocken gewünscht.

Ich konnte auf jeden Fall meine Seele baumeln lassen und habe mich nach dem Besuch richtig wohl gefühlt. Ich werde sehr gerne wieder kommen.

Übrigens, zu Hause habe ich gelesen, dass der Strauss 13 GaultMillau Punkte hat, die sind absolut berechtigt!

Grottino 13/13 – Luzern

Das wohl bekannteste unbekannte Restaurant in Luzern. Von verschiedenen Leuten wurde mir schon die Frage gestellt, ob ich bereits einmal im Grottino 13/13 war. Man esse super fein, es gäbe nur ein Menü und es sei so gut besucht, dass man es sich leisten kann, dass Restaurant am Samstag und Sonntag geschlossen zu haben. Dass das Restaurant keine Homepage hat, macht das Ganze noch geheimnisvoller.

Wir hatten also einen Tisch reserviert (ein spontaner Besuch könnte vor der Türe enden, da das Grottino tatsächlich sehr gut besucht ist) und besuchten das Restaurant. Das Grottino ist wie eine kleine Oase in einem weniger schönen Teil von Luzern. Kaum hat man das Restaurant betreten ist man in einer anderen Welt: Es ist dunkel, der Raum wird nur durch Kerzen, dem Kaminfeuer und ein paar wenigen Lampen erhellt. Die Wände sind voll mit Dekorationsmaterial (verschiedene Holzgegenstände, Trauben, ein Bilde vom Che). Wir werden an einen zweier Holztisch geführt und nehmen auf den weniger bequemen Stühlen platz.

Das Einzige was man bestellen muss ist das Getränk, denn es gibt tatsächlich nur ein vier Gänger – keine Karte. Das Menü steht auf einer Schiefertafel und wird vom Servicepersonal auch nochmals vorgelesen. Auch der Wirt schaut vorbei und punktet mit seiner unkomplizierten und ironischen Art.

Schon beim Getränk spürt man die Begeisterung des Grottino-Teams. Im Mineralwasserkrug schwimmt nämlich nicht nur Eis sondern auch Minzenblätter und Kernen von Granatäpfeln. Ebenfalls wird Parmaschinken - gepfeffert - und Brot serviert. Wenig später gab es jedem Gast einen weissen Teller und pro Tisch eine Schüssel mit Salat. Jeder konnte soviel schöpfen wie er wollte. Der einfache Eisbergsalat mit Champignons und Rüebli war jedoch nicht das, was ich mir vorgestellt hatte.

Für den nächsten Gang gab es neue, heisse Teller. Auch hier kommt die Schüssel mit den Pennette Rigate auf den Tisch und jeder schöpft… soviel es hat. Denn nachdem es in der Salatschüssel eine riesen Portion hatte, wird es hier langsam eng. Die Pasta (gekauft) hatte einen guten Saucen-Mix. Zum einen eine rassige Tomatensauce und obendrauf noch eine feine Pesto. Mmmmh! Einfach aber lecker!

Zum Hauptgang gab es wiederum heisse Teller und eine Schale auf den Tisch. Darin befanden sich 5 Tranchen gegartes, rosa Rindfleisch dazu kleine Bratkartoffeln, grüne Spargelstückchen und Pestosauce. Für den Hauptgang empfehle ich dem Restaurant-Team dringend einen Tellerservice oder viel kleinere Teller. Denn nachdem wir die Schüssel durch zwei geteilt hatten (nicht einfach bei 5 Fleischtranchen ;) sah das Gericht auf den grossen weissen Tellern mickrig und verloren aus. Die Kartoffeln und die Spargeln waren sehr fein – auch dank der Pestosauce, das Fleisch ok. Beim Abräumen hat man uns gefragt, ob wir genug gegessen haben. Da noch das Dessert bevor stand bejahten wir die Frage – im Nachhinein ein Fehler.

Denn das Dessert war wiederum sehr klein – serviert wurde es aber nicht in einer Schale sondern direkt auf dem (gleichartigen), grossen Teller. Das kleine Panna Cotta mit Himbeersauce war ebenfalls in Ordnung aber nicht aufregend und wird definitiv nicht im Gedächtnis haften bleiben.

Mit der Rechnung hatten wir dann auch erfahren, wie viel das Menü eigentlich kostet: 59 Franken pro Person. Eigentlich ein sehr fairer Preis für ein Viergang-Menü. Wenn man aber die einzelnen Gänge (und deren Menge) anschaut, sind 15 Franken pro Gang wiederum total überzogen – ohne zu schauen wie gut das Ganze geschmeckt hat. Vergleicht man nämlich noch die Kochkunst zum Beispiel mit einem 4 Gang Menü in der Braui (Brasserie) ist das Grottino-Menü tief im Schatten. In der Braui erhält man zudem nach jedem Gang neues Besteck und kann sich das Menü noch aus einer kleinen Auswahl zusammenstellen.

Wäre das Grottino in irgendeiner Lokalität, könnte ich das Restaurant ganz klar nicht weiterempfehlen. Da die Stimmung im Restaurant aber sehr schön ist, kann man gerne einen Blick riskieren. Wer aber gut essen gehen will, besucht besser ein anderes Lokal – was aber nicht heissen soll, dass man im Grottino 13/13 nicht gut isst. Es war einfach nur “ok”, für 59 Franken aber definitiv zu einfach.

Büner – Bern

Nachdem ich im letzten Jahr von meinem Besuch im Büner in Bern stark enttäuscht war, habe ich dem Restaurant diese Woche nochmals eine Chance gegeben. Auch diesmal besuchte ich das Lokal für ein Mittagessen. Auf der Karte stehen vier Zweigänger. Ich habe mich für die “Tranchen vom rosa gebratenen Schweinefilet an Pommery-Senfrahm Bratkartoffeln aus dem Ofenrohr und Frühlingsgemüse” entschieden. Der Service hat mich freundlich (ein wenig zu freundlich) an den Tisch geführt. Die feine Lauchsuppe, die es als Vorspeise gab wurde prompt geliefert. Dazu gab es eine Butterrosette – leider zu kalt und frisches, knuspriges Brot. Nach der Suppe gab es leider eine zu lange Pause – 35 Minuten – bis der Hauptgang serviert wurde.

Das Highlight auf dem Hauptgang-Teller war klar die feine Sauce (!) – davon gab es leider viel zu wenig, nach zwei Tranchen Fleisch war die Sauce weg – auch wenn man absichtlich nur wenig davon nahm! Ebenfalls überzeugend war das Gemüse. Es gab Spargeln, Peperoni und Zuchetti. Leider war das Gemüse extrem heiss. Beim Fleisch hatte ich leider kein Glück. Am Tisch gegenüber war das Filet tatsächlich rosa, bei mir leider grau. Und so hatte mein Kiefer mehr zu tun als mir lieb war, schade. So etwas muss dem Koch auffallen und sonst muss man kein “rosa” Fleisch versprechen. Ebenfalls auf der Schattenseite waren die Kartoffeln. Denn nur jede Dritte war geniessbar, die restlichen waren im Kern noch roh.

Schade, aber mit diesem Fleisch und den Kartoffeln kann man einfach nicht punkten, schon gar nicht wenn man für das Menü 29 Franken verlangt und das “13 GaultMillau Punkte” stolz vor die Tür hängt.

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